In der Apostelgeschichte (2,42) werden vier Säulen genannt auf denen eine Gemeinde ruht. Eine davon ist das gemeinsame Gebet. Gleichzeitig ist das Gebet aber auch für jeden einzelnen Gläubigen ein Fundament seines Lebens mit Gott. An dieser Stelle sollen einige wenige Punkte genannt werden, die wiederum für ein lebendiges Gebetsleben nötig sind.
1. Wir dürfen auf den Herrn Jesus Christus vertrauen
»Und um was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde in dem Sohn. Wenn ihr um etwas bitten werdet in meinem Namen, werde ich es tun.« (Johannes 14,13; ElbCSV)
»Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, damit, um was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.« (Johannes 15,16; ElbCSV)
2. Wir dürfen im Glauben zu Ihm kommen
»Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.« (Hebräer 11,6; ElbCSV)
»Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifelnde gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird;« (Jakobus 1,6-7; ElbCSV)
3. Wir müssen aber ebenso unser Herz von Ihm reinigen lassen, in dem Wunsch und Wandel Ihm gehorsam zu sein.
»Wenn ich es in meinem Herzen auf Frevel abgesehen hätte, so hätte der Herr nicht gehört.« (Psalm 66,18; ElbCSV)
»und was irgend wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun.« (1. Johannes 3,22; ElbCSV)
4. Wir müssen lernen nach Seinem Willen zu bitten/zu fragen.
»Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten, er uns hört.« (1. Johannes 5,14; ElbCSV)
Oftmals scheitert es schon daran, dass wir nach unserem Willen bitten. »ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, damit ihr es in euren Begierden vergeudet.« (Jakobus 4,3; ElbCSV) – so sollte es nicht sein! Und wie schnell täuschen wir uns auch bezüglich unseres eigenen Herzens. »Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.« (Sprüche 4,23; ElbCSV)
5. Wir müssen lernen im Gebet anzuhalten und auf Seine Antwort zu warten.
»Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn. Siehe, der Ackerbauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und den Spätregen empfängt.« (Jakobus 5,7; ElbCSV)
Nicht anders ist es beim Gebet (vgl. Lukas 18,1-8 oder Matthäus 15,21-28). So dürfen wir die Dinge immer wieder vor den Herrn bringen, die unser Herz bewegen. Wenn wir dann allerdings eine Antwort bekommen, müssen wir diese auch akzeptieren. Dem Apostel Paulus, der zum Herrn flehte, wegen eines Dorns der ihm ins Fleisch gegeben worden war*, erhielt die Antwort: »Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht.« (2. Korinther 12,9a; ElbCSV). Es war nicht die Antwort, die er sich erbeten oder zuerst erhofft hatte, aber es war die gute und gesegnete Antwort Gottes. So konnte der Apostel weiter ausführen: »Daher will ich mich am allerliebsten viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus über mir wohne. Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Schmähungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten für Christus; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.« (Verse 9b-10; ElbCSV)
* Es ist nicht gesichert, worum es sich bei diesem Dorn handelte, der ihm ins Fleisch gegeben worden war. Darum soll an dieser Stelle auch nicht spekuliert werden, worum es sich genau handelt. Es ist auch so jedem klar, dass der Apostel unter dieser Sache litt, weshalb er sie vor den Herrn brachte.
Samstag, 2. Juli 2011
Freitag, 1. Juli 2011
Zeugnisse der Vergangenheit - Teil 1

Immer wieder finden sich in alten Büchern Dokumente der Vergangenheit. So auch dieses alte Kalenderblättchen. Es mag demjenigen, der es in diesem Buch hinterlegte kostbar gewesen sein und wer es liest, der wird auch verstehen warum.
Die Generation die den zweiten Weltkrieg noch erlebt hat schwindet; wir denken heute nicht daran, dass es „noch einmal Krieg“ geben könnte. Und doch müssen auch wir uns heute fragen lassen: Haben wir eine Geborgenheit gefunden, die Stich hält? Es muss kein Krieg sein, auch Krankheit oder Unfall können in ein Leben eingreifen, es tiefgreifend verändern oder sogar beenden. Haben wir dann diese ewige Sicherheit zu wissen, dass uns nichts Seiner Hand entreißt?
»Der Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen« Johannes 10,29
Was in den letzten Jahren gründlich abhanden gekommen ist, das ist das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Wenn sich der Mensch nicht mehr geborgen fühlt, wird er ängstlich, unruhig und unglücklich. Der Hass feiert immer noch seine Triumphe in der Welt. Wie viele „hohe Männer“, heute noch an höchster Stelle, müssen über Nacht flüchtig werden, weil sich „das Blättlein“ gewendet hat. „Und wenn es noch einmal Krieg gibt, dann sind wir auch im stärksten Bunker nicht mehr sicher“, sagte kürzlich jemand zu mir. Ja, so ist es. Darum ist es aber auch an der Zeit, dass man sich nach einer Geborgenheit umsieht, die Stich hält. Gibt es so etwas? Ganz gewiss! „Niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen.“ Hier ist von Christi Gemeinde die Rede : die sind in der Hand Gottes, aus der sie nie jemand reißen kann. Ewiger Geborgenheit, ewiger Sicherheit können sich nur die Kinder Gottes erfreuen. Kommen auch tausend Nöte über sie, eins ist gewiss : Seiner Hand entreißt mich nichts.
Donnerstag, 30. Juni 2011
Bewahrung vor der großen Drangsal
»Weil du das Wort meines Ausharrens bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.« (Offenbarung 3,10; ElbCSV)
Wann wird die Entrückung der Gläubigen sein? Einige verweisen darauf, dass die Präposition „ek“, die hier mit „vor“ wiedergegeben wurde, üblicherweise mit „aus“ zu übersetzen sei. Werden die Gläubigen also nicht „vor der Stunde“, sondern „aus der Stunde der Versuchung“ heraus bewahrt?
Man macht es sich zu einfach, wenn man mit dem Wörterbuch in der Hand, aber ohne Beachtung des Kontext übersetzen will. Sehen wir uns deshalb einige andere Stellen der Schrift genauer an:
»Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnehmest, sondern dass du sie bewahrest vor (ek) dem Bösen.« (Johannes 17,15; ElbCSV)
Hier findet sich im altgriechischen Text dieselbe Präposition „ek“, in Verbindung mit „tereo“, „bewahren“. Niemand würde wohl zu behaupten wagen, der Herr würde in Seinem Gebet nicht für die Bewahrung der Gläubigen „vor“, sondern „aus dem Bösen“ bitten. Genau diese Behauptung findet sich aber in Verbindung mit Offenbarung 3,10. Es wird gesagt, dass die Gläubigen erst in die Drangsal gehen müssten, um „aus“ ihr bewahrt zu werden. Das ist ein ganz und gar falscher Gedanke!
Doch es stellt sich noch eine andere Frage. Wie kann man „aus“ etwas bewahrt werden? Entweder man wird bewahrt oder nicht! „Aus“ etwas kann man höchstens „gerettet“ werden, aber dann würde im Text „sozo“ (= retten) stehen und nicht „tereo“.
Jemand ist vielleicht versucht auf eine Analogie mit Sadrach, Mesach und Abednego im Feuerofen zu verweisen. Aber auch dieses Ereignis gibt diese Deutung nicht her. Es wird nicht nur von ihrer Errettung (s. Daniel 3,28) aus dem Feuerofen gesprochen, sondern auch davon das nicht einmal der Geruch des Feuers an sie gekommen war (s. Daniel 3,27). Wie anders ist da doch die Behauptung, die Gläubigen müssten in die Drangsal hinein um in ihr zu leiden?
In 1. Thessalonicher 1,10 steht:
»und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat Jesus, der uns errettet von (ek) dem kommenden Zorn.« (ElbCSV)
Und in Apostelgeschichte 15,28-29:
»Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei. Wenn ihr euch davor (ek bzw. ex) bewahrt (diatereo), so werdet ihr wohltun. Lebt wohl!« (ElbCSV)
Wir können nun sicher sagen, dass die Gläubigen „vor der Stunde der Versuchung“ bewahrt werden. Gottes Gerichtshandeln mit dieser Erde (ab Kapitel 4 der Offenbarung) wird die Gläubigen Seiner Gemeinde nicht betreffen. Ja, vielmehr, wir dürfen jederzeit den Herrn Jesus erwarten; und dies sollte unsere Herzen beglücken.
Wir wollen aber noch etwas anderes festhalten. So wahr es ist, dass die Gläubigen vor der Zeit der großen Drangsal bewahrt bleiben werden, so wahr ist es auch, dass die Gemeinde in dieser Welt leidet. An die Philipper schrieb Paulus:
»Denn euch ist es im Blick auf Christus geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, da ihr denselben Kampf habt, wie ihr ihn an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.« (Philipper 1,29-30; ElbCSV).
Die Freude darüber vor der großen Drangsal bewahrt zu bleiben, sollte uns nicht blind demgegenüber machen, was Geschwister heute beispielsweise in kommunistischen oder islamischen Staaten zu leiden haben – oder in den vergangenen Jahrhunderten durch Verfolgung erlitten hatten. Im Gegenteil. Aber wie schrecklich muss die große Drangsal sein, wenn sie all das noch zu übertreffen vermag, …
»…denn dann wird große Drangsal sein, wie sie seit Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nichtwieder sein wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten* willen werden jene Tage verkürzt werden.« (Matthäus 24,21-22; ElbCSV)
* Bei den Auserwählten handelt es sich wohl um Juden, die sich zu dieser Zeit – nach Entrückung der Gemeinde – in Palästina aufhalten werden. An dieser Stelle kann darauf nicht näher eingegangen werden.
Ich möchte es noch einmal sagen und vielleicht wollen wir dies festhalten: Wir dürfen jederzeit den Herrn Jesus erwarten; und dies sollte unsere Herzen beglücken. Es gibt nichts das vorher noch geschehen müsste, auch kein Gehen in die große Drangsal. Dank sei Dir dafür, Herr Jesus!
Wann wird die Entrückung der Gläubigen sein? Einige verweisen darauf, dass die Präposition „ek“, die hier mit „vor“ wiedergegeben wurde, üblicherweise mit „aus“ zu übersetzen sei. Werden die Gläubigen also nicht „vor der Stunde“, sondern „aus der Stunde der Versuchung“ heraus bewahrt?
Man macht es sich zu einfach, wenn man mit dem Wörterbuch in der Hand, aber ohne Beachtung des Kontext übersetzen will. Sehen wir uns deshalb einige andere Stellen der Schrift genauer an:
»Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnehmest, sondern dass du sie bewahrest vor (ek) dem Bösen.« (Johannes 17,15; ElbCSV)
Hier findet sich im altgriechischen Text dieselbe Präposition „ek“, in Verbindung mit „tereo“, „bewahren“. Niemand würde wohl zu behaupten wagen, der Herr würde in Seinem Gebet nicht für die Bewahrung der Gläubigen „vor“, sondern „aus dem Bösen“ bitten. Genau diese Behauptung findet sich aber in Verbindung mit Offenbarung 3,10. Es wird gesagt, dass die Gläubigen erst in die Drangsal gehen müssten, um „aus“ ihr bewahrt zu werden. Das ist ein ganz und gar falscher Gedanke!
Doch es stellt sich noch eine andere Frage. Wie kann man „aus“ etwas bewahrt werden? Entweder man wird bewahrt oder nicht! „Aus“ etwas kann man höchstens „gerettet“ werden, aber dann würde im Text „sozo“ (= retten) stehen und nicht „tereo“.
Jemand ist vielleicht versucht auf eine Analogie mit Sadrach, Mesach und Abednego im Feuerofen zu verweisen. Aber auch dieses Ereignis gibt diese Deutung nicht her. Es wird nicht nur von ihrer Errettung (s. Daniel 3,28) aus dem Feuerofen gesprochen, sondern auch davon das nicht einmal der Geruch des Feuers an sie gekommen war (s. Daniel 3,27). Wie anders ist da doch die Behauptung, die Gläubigen müssten in die Drangsal hinein um in ihr zu leiden?
In 1. Thessalonicher 1,10 steht:
»und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat Jesus, der uns errettet von (ek) dem kommenden Zorn.« (ElbCSV)
Und in Apostelgeschichte 15,28-29:
»Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei. Wenn ihr euch davor (ek bzw. ex) bewahrt (diatereo), so werdet ihr wohltun. Lebt wohl!« (ElbCSV)
Wir können nun sicher sagen, dass die Gläubigen „vor der Stunde der Versuchung“ bewahrt werden. Gottes Gerichtshandeln mit dieser Erde (ab Kapitel 4 der Offenbarung) wird die Gläubigen Seiner Gemeinde nicht betreffen. Ja, vielmehr, wir dürfen jederzeit den Herrn Jesus erwarten; und dies sollte unsere Herzen beglücken.
Wir wollen aber noch etwas anderes festhalten. So wahr es ist, dass die Gläubigen vor der Zeit der großen Drangsal bewahrt bleiben werden, so wahr ist es auch, dass die Gemeinde in dieser Welt leidet. An die Philipper schrieb Paulus:
»Denn euch ist es im Blick auf Christus geschenkt worden, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, da ihr denselben Kampf habt, wie ihr ihn an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.« (Philipper 1,29-30; ElbCSV).
Die Freude darüber vor der großen Drangsal bewahrt zu bleiben, sollte uns nicht blind demgegenüber machen, was Geschwister heute beispielsweise in kommunistischen oder islamischen Staaten zu leiden haben – oder in den vergangenen Jahrhunderten durch Verfolgung erlitten hatten. Im Gegenteil. Aber wie schrecklich muss die große Drangsal sein, wenn sie all das noch zu übertreffen vermag, …
»…denn dann wird große Drangsal sein, wie sie seit Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nichtwieder sein wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten* willen werden jene Tage verkürzt werden.« (Matthäus 24,21-22; ElbCSV)
* Bei den Auserwählten handelt es sich wohl um Juden, die sich zu dieser Zeit – nach Entrückung der Gemeinde – in Palästina aufhalten werden. An dieser Stelle kann darauf nicht näher eingegangen werden.
Ich möchte es noch einmal sagen und vielleicht wollen wir dies festhalten: Wir dürfen jederzeit den Herrn Jesus erwarten; und dies sollte unsere Herzen beglücken. Es gibt nichts das vorher noch geschehen müsste, auch kein Gehen in die große Drangsal. Dank sei Dir dafür, Herr Jesus!
Mittwoch, 2. März 2011
Causa Guttenberg – der Rücktritt
Wegen des vorangegangenen Blogeintrags, möchte ich aufgrund des Rücktritts von Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister, folgende weiteren Punkte zu bedenken geben.
Der Rücktritt
In einem offenen Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin, steht zu lesen:
Die Frage bleibt also im Raum, was genau Herr zu Guttenberg eigentlich bereut und zugegeben hat. Oder wie in einer Stellungnahme des GuttenPlag Wiki dargelegt:
Inwieweit sein Rücktritt also tatsächlich aus persönlicher Einsicht über sein Handeln geschieht, zumal weiterhin vieles im Dunkeln bleibt, ist zumindest fraglich. Wie anders liest sich hier Psalm 51.
Eine aufrichtige Buße und Wiederherstellung (bzw. womöglich sogar eher Wiedergeburt) ist ihm jedenfalls von Herzen zu wünschen.
„Richtet nicht…“
Man verwendete Matthäus 7,1 dieser Tage oft um auszusagen, es wäre falsch überhaupt zu richten. Dabei geht es dem Herrn Jesus darum, dass wir nicht einfach Personen und ihre Motive richten und verurteilen. Dieses Gericht steht allein Gott selbst zu. Aber dieses Verbot des Herrn heißt doch nicht, dass wir nicht das Handeln von Personen beurteilen müssen. Das wird aus Stellen wie 1. Korinther 2,15, Kapitel 5 oder 1. Johannes 4 ganz deutlich.
Bleiben wir jedoch bei Matthäus Kapitel 7 – dort lautet Vers 5:
Der Rücktritt
In einem offenen Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin, steht zu lesen:
"Es nimmt kaum Wunder, dass sich Plagiatsexperten darüber einig sind, dass man hier nicht mehr von einigen „peinlichen Fehlern“ reden kann. Es handelt sich um massive, systematische Täuschung. Zu Guttenberg hat große Teile seiner Dissertation – und dies offenbar mit großem Ehrgeiz – zusammenkopiert und Quellen vertuscht, um sich den Doktortitel zu erschleichen, mit dem er dann nicht zuletzt auf Wahlplakaten geworben hat. Die Universität Bayreuth hat diesen Vorwurf nicht ausräumen können. Angesichts des Umfangs und der Anzahl der Plagiate wissen Sie genauso gut wie wir, dass am Ende der genauen Überprüfung durch die Universität nur ein Ergebnis stehen kann, was die Täuschungsintention des Ministers angeht. Man kann dies nicht „unbewusst“ tun."Quelle: http://offenerbrief.posterous.com/causa-guttenberg-offener-brief-von-doktorande
Die Frage bleibt also im Raum, was genau Herr zu Guttenberg eigentlich bereut und zugegeben hat. Oder wie in einer Stellungnahme des GuttenPlag Wiki dargelegt:
"Wir bedauern, dass Herr Freiherr zu Guttenberg bei der Ankündigung seines Rücktritts keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft der Dissertation gefunden hat."Quelle: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki
Inwieweit sein Rücktritt also tatsächlich aus persönlicher Einsicht über sein Handeln geschieht, zumal weiterhin vieles im Dunkeln bleibt, ist zumindest fraglich. Wie anders liest sich hier Psalm 51.
Eine aufrichtige Buße und Wiederherstellung (bzw. womöglich sogar eher Wiedergeburt) ist ihm jedenfalls von Herzen zu wünschen.
„Richtet nicht…“
Man verwendete Matthäus 7,1 dieser Tage oft um auszusagen, es wäre falsch überhaupt zu richten. Dabei geht es dem Herrn Jesus darum, dass wir nicht einfach Personen und ihre Motive richten und verurteilen. Dieses Gericht steht allein Gott selbst zu. Aber dieses Verbot des Herrn heißt doch nicht, dass wir nicht das Handeln von Personen beurteilen müssen. Das wird aus Stellen wie 1. Korinther 2,15, Kapitel 5 oder 1. Johannes 4 ganz deutlich.
Bleiben wir jedoch bei Matthäus Kapitel 7 – dort lautet Vers 5:
»Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge heraus, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.« (ElbCSV.)Weder werden wir – die Bildsprache der Schrift gebrauchend - dazu aufgefordert den Splitter im Auge des Bruders zu ignorieren, noch ihn darin zu belassen. Im Gegenteil. Wir sollen ihn herausziehen, aber erst, nachdem wir uns um unseren eigenen Stand gekümmert haben. Den Splitter im Auge des Anderen zu ignorieren wäre, wie ein Bekannter einmal meinte, die Institutionalisierung der Blindheit aller.
Sonntag, 27. Februar 2011
Buße bei Saul, David und Petrus (Der Fall zu Guttenberg)
Auch wenn es sich anbieten würde, will ich mich nicht so sehr mit den tagespolitischen Gegebenheiten um unseren derzeitigen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg befassen – die meisten werden sich mittlerweile hierzu eine Meinung gebildet haben. Eine Sache greife ich jedoch heraus, die Herr zu Guttenberg in der aktuellen Stunde des Bundestages vom 23.02.2011 äußerte. Er sagte:
Wie nun gedenkt der Verteidigungsminister dieser Vorbildfunktion gerecht zu werden?
Wir finden in der Bibel einige Menschen, deren Verfehlungen und explizit gezeigt werden und ihren Umgang damit. Sehen wir uns drei kurz an.
Saul, erster König Israels, versagte im Gehorsam gegenüber Gott. Vom Propheten Samuel darauf angesprochen, bekennt er seine Sünde. Doch letztlich verweist er auf das Volk, die Umstände, die ihn zu seiner Handlung gebracht haben, um dann fortzufahren: »Und er sprach: Ich habe gesündigt! Nun ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel, und kehre mit mir um, dass ich vor dem HERRN, deinem Gott, anbete.« (1. Samuel 15,30; ElbCSV.)
Die Furcht vor Menschen war ihm zum Fallstrick geworden und die Ehre bei Menschen war ihm wichtiger als die Ehre bei Gott.
David, der zweite König Israels, beging Ehebruch mit der Frau Urijas und sorgte für dessen Tod, indem er ihn durch ein Komplott im Kampf umkommen ließ. Auch zu ihm sandte Gott einen Propheten, Nathan, der den König auf seine Sünde ansprach. »Warum hast du das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, was böse ist in seinen Augen? Urija, den Hethiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen; ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Kinder Ammon.« (2. Samuel 12,9; ElbCSV.). Die Tat Davids war in Gottes Augen so, als hätte David den Hethiter Urija selbst erschlagen.
»Da sprach David zu Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt. Und Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggetan, du wirst nicht sterben. Nur weil du den Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, soll auch der Sohn, der dir geboren ist, gewiss sterben.« (2. Samuel 12,13-14; ElbCSV.)
Psalm 51 ist ein beeindruckendes Zeugnis, wie tief die Buße Davids ging. Und doch hatte seine Tat Konsequenzen. Viele verkennen, dass Vergebung nicht bedeutet vor jeder Konsequenz die aus unserem Handeln erwächst verschont zu bleiben. Man könnte noch viel über diesen Mann schreiben, von dem der Apostel Paulus – trotz der Verfehlungen dieses Königs – einst zu sagen wusste: »Und nachdem er ihn [Saul] weggetan hatte, erweckte er ihnen David zum König, dem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.« (Apostelgeschichte 13,22; ElbCSV.) – so konnte der Apostel nur sprechen, weil der Herr die Sünde Davids tatsächlich hinweggetan hatte. Vergessen wir aber nicht: Der Tod von Davids Sohn und weiteres Elend das im Leben Davids stattfand, hatte letztlich seinen Ursprung in seinem eigenen, falschen Handeln. Die Vergebung, die unverdiente Gnade Gottes, sollte uns nie lässig werden lassen im Umgang mit Sünde in unserem Leben. Wir haben gesehen, das eine unaufrichtige Buße, wie bei Saul, keinen Wert hat. Und das Vergebung Konsequenzen (im Leben) nicht automatisch ausschließt.
Sehen wir uns nun noch einen letzten Mann an. Zu Seinem Jünger Petrus musste der Herr Jesus einmal sagen: »Jesus antwortet: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.« (Johannes 13,38; ElbCSV.)
Petrus verleugnete Jesus tatsächlich und die Bibel berichtet:
»Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus erinnerte sich an das Wort des Herrn, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.« (Lukas 22,61-62; ElbCSV.)
Wie wunderbar die Wiederherstellung des Petrus wirklich war, kann der Bibelleser in Lukas Kapitel 24, Johannes Kapitel 21 und schließlich in Kapitel 2 der Apostelgeschichte lesen. Und schließlich lesen wir auch:
»Als aber Petrus es sah, antwortete er dem Volk: Männer von Israel, was verwundert ihr euch hierüber, oder was seht ihr unverwandt auf uns, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass er gehen kann? Der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr freilich überliefert und angesichts des Pilatus verleugnet habt, als dieser geurteilt hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und gebeten, dass euch ein Mann, der ein Mörder war, geschenkt würde;« (Apostelgeschichte 3,12-14; ElbCSV.)
Gerade darin wo er selbst gefallen war, konnte Petrus der Volksmenge sagen, dass sie „den Heiligen und Gerechten verleugnet“ hatten.
Kommen wir zurück zum Anfang. Es gibt viele Stimmen, die an der Ernsthaftigkeit von Herrn zu Guttenberg zweifeln. Und ich gebe zu, dass ich dazugehöre. Die Fülle und die Art und Weise wie fremdes Eigentum in seine Doktorarbeit hineingearbeitet wurden, sprechen ein deutliches Zeichen von Vorsatz. Dies zu bekennen und danach zu handeln, wären wahrhaft vorbildlich. Sein starres Festhalten an einem politischen Amt sprechen wohl weniger von einem bußfertigen Herzen, als von dem Suchen der Ehre bei Menschen. Und vielleicht ist dies die Tragödie dieses Menschen. Wahre Buße und auch (eine spätere) öffentliche Wiederherstelllung ist möglich, wie wir an einem König David oder auch einem Jünger Jesu wie Petrus sehen. Wo es sich allerdings nur um Lippenbekenntnisse handelt, wie bei König Saul, da ist ein Bekenntnis auch nicht echt und letztlich wertlos.
Lieber Leser, es mag immer möglich sein vor Menschen ein Theater zu spielen, aber nicht vor Gott, vor dem das Verborgene und die Überlegungen unserer Herzen (vergleiche 1. Korinther 4,5) offenbar sind. Bedenken wir dies im Blick auf unser eigenes Leben. Der Apostel Paulus sprach davon, »…damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.« (1. Korinther 9,27b; ElbCSV.) – auch darauf lasst uns acht haben.
„Seine Vorbildwirkung hat man sich jeden Tag aufs Neue zu erarbeiten und eine Vorbildwirkung…“ - (Zwischenrufe der Opposition) - „Ich glaube das gilt für uns alle.“Quelle: www.youtube.com
Wie nun gedenkt der Verteidigungsminister dieser Vorbildfunktion gerecht zu werden?
„Und ich gehe davon aus, ich gehe davon aus – vielleicht können wir den Umkehrschluss einmal daraus machen in dieser Hinsicht -, dass das Beispiel des eigenen Umgangs mit seiner akademischen Arbeit vielleicht auch beispielgebend sein kann für andere, die sich vielleicht in einer ähnlichen Situation befinden.“Quelle: www.youtube.com
Wir finden in der Bibel einige Menschen, deren Verfehlungen und explizit gezeigt werden und ihren Umgang damit. Sehen wir uns drei kurz an.
Saul, erster König Israels, versagte im Gehorsam gegenüber Gott. Vom Propheten Samuel darauf angesprochen, bekennt er seine Sünde. Doch letztlich verweist er auf das Volk, die Umstände, die ihn zu seiner Handlung gebracht haben, um dann fortzufahren: »Und er sprach: Ich habe gesündigt! Nun ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel, und kehre mit mir um, dass ich vor dem HERRN, deinem Gott, anbete.« (1. Samuel 15,30; ElbCSV.)
Die Furcht vor Menschen war ihm zum Fallstrick geworden und die Ehre bei Menschen war ihm wichtiger als die Ehre bei Gott.
David, der zweite König Israels, beging Ehebruch mit der Frau Urijas und sorgte für dessen Tod, indem er ihn durch ein Komplott im Kampf umkommen ließ. Auch zu ihm sandte Gott einen Propheten, Nathan, der den König auf seine Sünde ansprach. »Warum hast du das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, was böse ist in seinen Augen? Urija, den Hethiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen; ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Kinder Ammon.« (2. Samuel 12,9; ElbCSV.). Die Tat Davids war in Gottes Augen so, als hätte David den Hethiter Urija selbst erschlagen.
»Da sprach David zu Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt. Und Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggetan, du wirst nicht sterben. Nur weil du den Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, soll auch der Sohn, der dir geboren ist, gewiss sterben.« (2. Samuel 12,13-14; ElbCSV.)
Psalm 51 ist ein beeindruckendes Zeugnis, wie tief die Buße Davids ging. Und doch hatte seine Tat Konsequenzen. Viele verkennen, dass Vergebung nicht bedeutet vor jeder Konsequenz die aus unserem Handeln erwächst verschont zu bleiben. Man könnte noch viel über diesen Mann schreiben, von dem der Apostel Paulus – trotz der Verfehlungen dieses Königs – einst zu sagen wusste: »Und nachdem er ihn [Saul] weggetan hatte, erweckte er ihnen David zum König, dem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.« (Apostelgeschichte 13,22; ElbCSV.) – so konnte der Apostel nur sprechen, weil der Herr die Sünde Davids tatsächlich hinweggetan hatte. Vergessen wir aber nicht: Der Tod von Davids Sohn und weiteres Elend das im Leben Davids stattfand, hatte letztlich seinen Ursprung in seinem eigenen, falschen Handeln. Die Vergebung, die unverdiente Gnade Gottes, sollte uns nie lässig werden lassen im Umgang mit Sünde in unserem Leben. Wir haben gesehen, das eine unaufrichtige Buße, wie bei Saul, keinen Wert hat. Und das Vergebung Konsequenzen (im Leben) nicht automatisch ausschließt.
Sehen wir uns nun noch einen letzten Mann an. Zu Seinem Jünger Petrus musste der Herr Jesus einmal sagen: »Jesus antwortet: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.« (Johannes 13,38; ElbCSV.)
Petrus verleugnete Jesus tatsächlich und die Bibel berichtet:
»Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus erinnerte sich an das Wort des Herrn, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.« (Lukas 22,61-62; ElbCSV.)
Wie wunderbar die Wiederherstellung des Petrus wirklich war, kann der Bibelleser in Lukas Kapitel 24, Johannes Kapitel 21 und schließlich in Kapitel 2 der Apostelgeschichte lesen. Und schließlich lesen wir auch:
»Als aber Petrus es sah, antwortete er dem Volk: Männer von Israel, was verwundert ihr euch hierüber, oder was seht ihr unverwandt auf uns, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass er gehen kann? Der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr freilich überliefert und angesichts des Pilatus verleugnet habt, als dieser geurteilt hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und gebeten, dass euch ein Mann, der ein Mörder war, geschenkt würde;« (Apostelgeschichte 3,12-14; ElbCSV.)
Gerade darin wo er selbst gefallen war, konnte Petrus der Volksmenge sagen, dass sie „den Heiligen und Gerechten verleugnet“ hatten.
Kommen wir zurück zum Anfang. Es gibt viele Stimmen, die an der Ernsthaftigkeit von Herrn zu Guttenberg zweifeln. Und ich gebe zu, dass ich dazugehöre. Die Fülle und die Art und Weise wie fremdes Eigentum in seine Doktorarbeit hineingearbeitet wurden, sprechen ein deutliches Zeichen von Vorsatz. Dies zu bekennen und danach zu handeln, wären wahrhaft vorbildlich. Sein starres Festhalten an einem politischen Amt sprechen wohl weniger von einem bußfertigen Herzen, als von dem Suchen der Ehre bei Menschen. Und vielleicht ist dies die Tragödie dieses Menschen. Wahre Buße und auch (eine spätere) öffentliche Wiederherstelllung ist möglich, wie wir an einem König David oder auch einem Jünger Jesu wie Petrus sehen. Wo es sich allerdings nur um Lippenbekenntnisse handelt, wie bei König Saul, da ist ein Bekenntnis auch nicht echt und letztlich wertlos.
Lieber Leser, es mag immer möglich sein vor Menschen ein Theater zu spielen, aber nicht vor Gott, vor dem das Verborgene und die Überlegungen unserer Herzen (vergleiche 1. Korinther 4,5) offenbar sind. Bedenken wir dies im Blick auf unser eigenes Leben. Der Apostel Paulus sprach davon, »…damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde.« (1. Korinther 9,27b; ElbCSV.) – auch darauf lasst uns acht haben.
Samstag, 5. Februar 2011
Verrat am Evangelium (JesusHouse Freiburg)
»So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!« (2. Korinther 5,20; ElbCSV)Der Apostel Paulus verstand sich als Gesandter für Christus. Man muss hierzu nicht viel erklären. Ein Gesandter (hier: Paulus) überbringt die Botschaft dessen der ihn sendet (Christus). Ist er treu, so überbringt er die Botschaft ohne Abstriche zu machen oder Dinge hinzuzufügen; Er überbringt allein das, was ihm sein Herr aufgetragen hat.
Was würden wir nun von einem Boten halten, der einen Teil der Botschaft unterschlägt? Wäre dies nicht Betrug an seinem Herrn? Betrug auch am Empfänger der Botschaft? Und nicht zuletzt Hochmut, weil man selbst am besten zu wissen meint, was als Botschaft ausgerichtet werden müsste.
Petrus bekannte einmal: »Und er hat uns befohlen, dem Volk zu predigen und ernstlich zu bezeugen, dass dieser der von Gott bestimmte Richter der Lebenden und der Toten ist.« (Apostelgeschichte 10,42; ElbCSV)
Und im Johannes-Evangelium steht: »Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben,« (Johannes 5,22; ElbCSV) – lesen sie bitte auch die Verse 26-29!
„Man hat gezählt, dass von den 1.870 Versen, die direkte Aussagen Jesu enthalten, 13 % von Hölle und Gericht handeln. In mehr als der Hälfte der etwa vierzig Gleichnisse Jesu geht es um Gottes ewiges Gericht über Sünder.“ … „Über kein anderes Thema sprach Jesus häufiger als über Hölle und Gericht. Das Warnen vor der Hölle gehörte zu seiner Hauptbotschaft“ [1]Ein anderer Vers aus dem Johannes-Evangelium sagt: »Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.« (Johannes 3,36; ElbCSV)
Der Zorn Gottes ist Realität und kein Spiel. Hier geht es um Leben oder Tod. Der Herr Jesus Christus starb am Kreuz leibhaftig unter dem Gericht Gottes - der Gerechte für die Ungerechten. Gott selbst hat Seinen Sohn gegeben:
»Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.« (Johannes 3,16; ElbCSV)
Durch die Auferstehung hat Gott das sühnende und stellvertretende Opfer seines Sohnes völlig angenommen. Auf dem Areopag in Athen bezeugte Paulus deshalb vor den Versammelten:
»Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen den Beweis davon gegeben, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.« (Apostelgeschichte 17,30-31; ElbCSV)John Nelson Darby schrieb einmal:
„Einerseits ist Gottes Zorn aufbewahrt gegen jede Gottlosigkeit, andererseits ist Seine Liebe in Christus geoffenbart worden. Es ist wirklich nicht schwer zu verstehen, dass die Verdammnis die notwendige Folge der Verachtung einer solchen Liebe und des Ungehorsams dem Evangelium gegenüber sein muss.“ [2]Wie gewaltig ist die Liebe Gottes, der seinen eigenen Sohn hingab zu unserer Errettung. Die Abertausenden von (Tier-)Opfern des Alten Testaments sprechen im Hinblick auf das Kreuz davon, dass Blut vergossen werden musste. Und das Neue Testament bestätigt: »…ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung.« (Hebräer 9,22; ElbCSV). Von den Gläubigen heißt es darum: »Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden.« (Epheser 2,13; ElbCSV)
Jedem Gläubigen muss klar sein, dass wir, die wir die ewige Verdammnis verdient hätten, aufgrund der Gnade Gottes in den Himmel kommen dürfen – weil der Herr »uns von unseren Sünden gewaschen hat in seinem Blut« (siehe Offenbarung 1,5; ElbCSV). Das Todesurteil eines heiligen Gottes stand gegen uns und es hätte seiner Gerechtigkeit Genüge getan es zu vollstrecken. Doch es war der Ratschluss seiner Liebe uns in Christus einen Weg zu geben begnadigt zu werden. Durch Sein vergossenes Blut wurde die Vergebung möglich!
Wenn wir diese gewaltigen Wahrheiten vor uns haben, wie beschämend ist es dann, wenn ein Prediger bei JesusHouse Freiburg wieder ausgeladen wurde, weil er von eben jenem Gericht Gottes sprach.
Bis hinein in die weltliche Presse reichte die Berichterstattung:
„…es werde ein Gericht geben. "Und dann Gnade dir Gott, wenn du kein Freund Gottes bist, dann hast du nämlich keine Chance!" Nur Jesus könne retten vor dem Zorn Gottes, ohne ihn könne kein Mensch bestehen. "Gott ist zornig, er ist ein Gott der Liebe, aber auch eifersüchtig – lies die Bibel!"“ [3]„Sein Gott sei ein vergebender und kein zorniger“ [3], wird ein Mann zitiert, der die Veranstaltung aus Protest vorab verließ. Wenn wir uns noch einmal vor Augen halten, dass auf demjenigen „der Zorn Gottes bleibt“ (Präsens Aktiv!), der dem Sohn nicht glaubt, so redet dieser Mann wirklich von „seinem“ Gott – nämlich von demjenigen den er sich in seiner Fantasie erdacht hat. Der Schreiber des Hebräerbriefs dagegen weiß: »Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!« (Hebräer 10,31; ElbCSV).
Das hielt Norbert Aufrecht, Vorsitzender der ev. Allianz Freiburg nicht davon ab zu resümieren:
"Auch Mitarbeiter hätten die Verquickung von der Einladung zum christlichen Glauben mit einer Androhung von Gottes Gericht für unpassend empfunden. Steinhart habe damit „einem vorherrschenden Negativklischee von Evangelikalen entsprochen“." [4]Damit schließt sich der Kreis. Wer als Gesandter die Botschaft des Evangeliums verkündet, der darf wirklich eine frohe Botschaft der Gnade und Liebe Gottes verkündigen. Der weiß aber auch um den Ernst dieser Botschaft, dass derselbe Herr Jesus Christus, der heute als Erretter wirkt, einmal als Richter wiederkehren wird. Es ist unlauter dies den Menschen zu verschweigen. Ebenso das Gott eben keine unverbindliche Einladung ausspricht, sondern gebietet (gr. paraggellō = auffordern, befehlen, gebieten) Buße zu tun. Und Er hat das Recht dazu, nicht nur als Schöpfer gegenüber Seinen Geschöpfen, sondern auch weil Er in Seinem Sohn den höchsten Preis bezahlt hat, um Menschen zu erretten.
Paulus musste einmal bekennen: »Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefallen wollte, so wäre ich Christi Knecht nicht.« (Galater 1,10; ElbCSV)
Er wusste, dass diese Botschaft des gekreuzigten Christus den Juden ein Anstoß und den Nationen (Heiden) eine Torheit sein würde (vgl. 1 Korinther 1,23). Und dies hat sich bis heute nicht geändert. Wehe denen, die sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen (vgl. 2 Timotheus 4,3). Wer sich von der Wahrheit des Wortes abwendet, dem bleiben nur die Fabeln eines falschen humanistisch-postmodernen Evangeliums und einer billigen Gnade.
Die Liebe und die Gerechtigkeit Gottes sind gleichsam heilig und können nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wenn wir dies bedenken, behalten wir die Ehrfurcht vor Ihm und Seinem Wort. Und wo uns Weisheit mangelt ist er gerne bereit sie uns zu schenken (siehe Jakobus 1,5).
[1] Hans-Werner Deppe, Wie wird es in der Hölle sein?, 2., bearbeitete Auflage 2007, Betanien Verlag, Oerlinghausen
[2] John N. Darby, Collected Writings Vol 7, Die ewige Pein
[3] Badische Zeitung, http://www.badische-zeitung.de/freiburg/viel-musik-und-viel-mission
[4] http://www.schneider-breitenbrunn.de/2010-12/evangelische-allianz-freiburg-laedt-evangelisten-aus/
Dienstag, 18. Januar 2011
Walker´s Law (Addendum to Godwin's Law)
Je länger eine Usenet-Diskussion andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand abwertend als „Gutmensch“ bezeichnet wird.
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